Wie alles anfing
Seit über 20 Jahren bereise ich den Senegal. Auslöser für meine erste Reise war meine Faszination für den afrikanischen Tanz im Allgemeinen und den Tanz zur Djembe im Besonderen. Eines Tages fasste ich den Entschluss, in das Land zu reisen, dessen Tänze mich so sehr faszinierten. Ich wusste nicht, dass durch diese erste Reise etwas Neues in mein Leben treten würde, was mich nie wieder losließ.
Ich reiste allein, das einzige "Sicherheitsnetz", das ich mir organisiert hatte, war eine Abholung am Flughafen Dakar, um bei der Ankunft in einer mir damals fremden Welt nicht ganz schutzlos dazustehen. Ich liebte diese Welt von der ersten Sekunde an und fühlte mich sofort heimisch. Meine ersten Worte Wolof (eine der Landessprachen) brachte ich schon mit, und ich sollte diese Sprache während meiner mehrmonatigen Aufenthalte noch viel weiter entwickeln. Schließlich wollte ich mit Frauen und Kindern im Vorschulalter, die nicht bzw. noch nicht Französisch sprachen, kommunizieren. Meine unvoreingenommene Offenheit und die Sprachkenntnisse waren mein "Sesam-öffne-Dich" zu den Herzen der Menschen und zu vielen Mysterien, die ich als Weiße dort erleben durfte und zu denen ein Fremder so schnell keinen Zugang hat. Ich lebte vom ersten Tag an mit Einheimischen zusammen, entdeckte meine neue Umwelt, kommunizierte von morgens bis abends und wurde nicht müde, diese mir auf eigentümliche Weise vertraute Atmosphäre in mich aufzunehmen.
Ich sehe mich als Botschafterin dieser Welt und möchte mit dem Angebot, Menschen auf ihrer Reise in den Senegal zu begleiten, zu beraten und ihnen die Schönheit des Landes nahe zu bringen, eine Brücke schlagen zwischen den Kulturen.
Aus spiritueller Sicht ist unsere Erde eine Einheit, die alle auf ihr lebenden Wesen trägt und nährt. So, wie der einzelne Mensch verdrängte Schattenanteile hat, die es zu integrieren gilt, damit er sich als Einheit empfindet, ist es wichtig, dass wir die ausgegrenzten Anteile der Erde wieder integrieren, damit ihre Wunden heilen können und die Erde wieder zu dem wird, als das sie vom Schöpfer gedacht war - eine Einheit, die wiederum Teil eines noch größeren Ganzen ist. Afrika ist ein ausgegrenzter, ein verdrängter Anteil dieser Erde, den es gilt, liebevoll anzuschauen und zu integrieren. Seine Freude ist auch unsere Freude, sein Schmerz ist unser Schmerz. Wir Menschen sind alle miteinander verbunden. Es gibt keine Trennung. Ich bin Du und Du bist ich. Ich kann den Schmerz Afrikas fühlen, aber auch seine Schönheit, seine Lebensfreude, seine Sinnlichkeit und Spiritualität. Nur im liebevollen und friedlichen Miteinander kann diese Erde und die Menschheit wieder eine Einheit werden.
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